Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 8 vom 10. Juni 2017

von Robert Hofmann

Schliessung von Poststellen ist mit dem Service public nicht zu vereinbaren von Thomas Kaiser

Vermehrte Schliessungen von Poststellen fördern schon seit längerer Zeit den Unmut der Bevölkerung. Bis vor kurzem hat das Verhalten der Post, vor allem auf dem Land zu grosser Unzufriedenheit geführt, denn der ländliche Raum war bis anhin am stärksten davon betroffen. Seit das Monopol der Post gebrochen und sie so dem Wettbewerb ausgesetzt ist, geht es bei der Post vermehrt um Konkurrenzfähigkeit, Gewinn und Wirtschaftlichkeit, aber nicht mehr um die eigentliche Aufgabe: den Service public.

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