Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 15 vom 5. Dezember 2019

von Robert Hofmann

Eine Luftwaffe nur für die Verteidigung des Schweizer Territoriums

Das neu gewählte Schweizer Parlament ist in der Pflicht

von Thomas Kaiser

Am 1. Dezember hat die neue EU-Kommission unter der Leitung der ehemaligen deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ihre Arbeit aufgenommen. Sowohl in ihrem Amt als Verteidigungsministerin als auch als EU-Kommissionspräsidentin hat sie durchblicken lassen, dass sie die EU und Deutschland als Global-Player sehe, die auch eine militärische Rolle in der Welt zu spielen hätten. Ihre Nachfolgerin im Amt und CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer schlug bei ihrer Rede vor der Konrad-Adenauer-Stiftung ähnliche Saiten an und verlangte mehr Geld für die Rüstung, damit Deutschland wieder eine Rolle in der Weltpolitik spielen könne. Dass sich ihr Fokus dabei auf Asien richtet, weckt ungute Erinnerungen. Für kleinere Staaten, die sich mit dieser Politik konfrontiert sehen, sind das wenig verheissungsvolle Aussichten.

 

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