Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

Weiterlesen >

Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 1 vom 21. Januar 2020

von Robert Hofmann

Es muss eine regelbasierte Ordnung geben – Donald Trump zerstört die Rechtssicherheit

Interview mit Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas, Völkerrechtler und ehemaliger Uno-Mandatsträger

Zeitgeschehen im Fokus Wie ist das Vorgehen der USA und die Reaktion des Irans völkerrechtlich zu bewerten?

Professor Dr. Alfred de Zayas Von den amerikanischen Politikern wie Donald Trump oder auch Mike Pompeo wird immer wieder betont, sie wollten eine «rules based international order» (regelbasierte internationale Ordnung)¹. Tatsächlich zerstören sie diese seit einigen Jahren und auch jetzt wieder mit dem Anschlag im Irak. In Tat und Wahrheit haben wir schon lange eine solche Ordnung – dazu gehört die Uno-Charta, das Statut des Internationalen Gerichtshofs, die Uno-Menschenrechtspakte und etliche andere Uno-Abkommen.

Artikel lesen >

Weitere Artikel