Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 10 vom 12. August 2019

von Robert Hofmann

Protestkundgebungen des venezolanischen Volks gegen den einseitigen Bericht der Uno-Hochkommissarin

Interview mit Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas, Völkerrechtler und ehemaliger Uno-Mandatsträger

Zeitgeschehen im Fokus Wie muss man den Bericht der Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, zu Venezuela einordnen?

Professor Dr. Alfred de Zayas Als eine verpasste Gelegenheit. Als ehemaliger Uno-Sonderberichterstatter bin ich enttäuscht so wie auch mehrere meiner Kollegen. Die Venezolaner haben wirklich etwas Besseres verdient – und sie hatten etwas anderes von Michelle Bachelet erwartet. Deshalb ereigneten sich grössere Protestkundgebungen des venezolanischen Volkes in Caracas, als der Bericht publik wurde.

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