Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 5 vom 7. Mai 2019

von Robert Hofmann

«Für die USA ist Venezuela ein massiver Störfaktor, weil es dem Neoliberalismus kritisch gegenübersteht»

Interview mit alt Botschafter Walter Suter

Zeitgeschehen im Fokus Die wirtschaftliche Lage in Venezuela ist angespannt. Wie ist das Land in diese prekäre Situation geraten?

Alt Botschafter Walter Suter Die Hauptursache sind die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen, die von den USA gegen Venezuela verhängt worden sind. Es handelt sich um einseitige Zwangsmassnahmen, die auf keinem Uno-Mandat basieren und daher völkerrechtswidrig sind. Das Ganze beruht auf einem US-Gesetz vom Dezember 2014 und dem unter Barack Obama im März 2015 erlassenen Dekret, das Venezuela als ausserordentliche Bedrohung für die Sicherheit der USA definiert. Seit März 2015 haben die USA sechs Dekrete erlassen, die eine de facto Blockade Venezuelas bewirken und dem Land massive Verluste und Einkommens­einbussen in dutzendfacher Milliardenhöhe beschert ­haben.

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