Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 7 vom 27. Mai 2020

von Robert Hofmann

Editorial

Aufgrund der abnehmenden Infektionszahlen hat der Bundesrat die Lockdown-Massnahmen, deren Folgen erst langsam sichtbar werden, sukzessive gelockert. Jetzt ist es an der Zeit, die gemachten Erfahrungen objektiv auszuwerten. 

Wir Bürgerinnen und Bürger und die von uns gewählten Volksvertreter in Stände- und Nationalrat müssen die Verantwortung wieder wahrnehmen und fragen, ob die vom Bundesrat verfügten Massnahmen der Situation angemessen und inwieweit sie verfassungs- und gesetzesmässig abgesichert waren. 

Es ist unumgänglich, öffentlich zu diskutieren, wie wir die vorläufig ausser Kraft gesetzten direktdemokratischen Rechte wieder zurückholen, welche Lehren wir aus der aktuellen Situation für eine nächste Krise ziehen müssen und wie der finanzielle und wirtschaftliche Schaden sozialverträglich minimiert werden kann. 

«Zeitgeschehen im Fokus» möchte einen sachlichen, unpolemischen und offenen Dialog, wie er für unsere direktdemokratische Kultur charakteristisch ist, unterstützen. Die folgenden Interviews sollen einen konstruktiven Beitrag für die anstehende Auseinandersetzung leisten.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Die Redaktion

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